Roulettte Spielregeln einfach und verständlich erklärt

Roulette ist ein weltweit bekanntes Glücksspiel, das bereits im 17. Jahrhundert in Frankreich erfunden wurde. Die Spieler setzen beim Roulette auf Zahlen oder Zahleneigenschaften, welche zufällig durch den Lauf einer Kugel in einem Kessel festgelegt werden. Es handelt sich um um ein Glücksspiel mit nur einer spielenden Partei, das meist in Spielbanken oder auch in online Casinos gespielt wird. Das französische Roulette ist die klassische Variante, es gibt aber auch das amerikanische Roulette und weitere Versionen.

Der Tisch – das Herzstück des Roulettes

Ein Roulette Tisch ist generell bei allen Spielvarianten mit grünem Tuch bespannt. Beim traditionellen französischen Roulette wird meist an einem Doppeltisch gespielt. In der Mitte ist der Kessel eingelassen, in dem sich die Kugel bewegt. Um den Kessel herum befinden sich die Einsatzfelder (Tableaus). An einem Doppeltisch sitzen insgesamt acht Casinoangestellte (Croupiers). Im Kessel befindet sich ein Rad, welches 36 rote und schwarze Fächer mit Zahlen besitzt. Auf diesen kann die Kugel beim Stillstand des Rades dann zufällig liegen bleiben. Das Fach für die Zahl Null (beim Amerikanischen Roulette „0“ und „00“) ist im Gegensatz zu den anderen Fächern grün.

Auf dem Tableau befindet sich ein Bereich mit den einzelnen, durch Linien voneinander getrennten 36 weiß gedruckten Zahlen. Dieses Einsatzfeld wird auch als innerer Tisch bezeichnet.

Der äußere Tisch sind Felder auf dem Tableau mit den Farben rot und schwarz, dem niedrigen Zahlenbereich von 1 bis 18 (Manque), dem höheren Zahlenbereich von 19 bis 36 (Passe), sowie je einem Feld für ungerade (pair) und gerade (impair) Zahlen. Weiterhin gibt es auf dem äußeren Tisch Felder für das Setzen auf Dutzende (Douzaines), bei denen die Zahlen in drei Dutzende (1 bis 12, 13 bis 24, 25 bis 36) aufgeteilt sind. Bei den so genannten Colonnes auf dem äußeren Tisch sind die Zahlen in drei Kolonnen mit jeweils 12 Zahlen aufgeteilt. Man unterscheidet hier nach der jeweils höchsten Zahl die Colonne 34 (1,4,7,10,13,16,19,22,25,28,31,34), die Colonne 35 (2,5,8,11,14,17,20,23,26,29,32,35) und die Colonne 36 (3,6,9,12,15,18,21,24,27,30,33,36).

Heute wird auch das französische Roulette immer häufiger an Einzeltischen mit nur vier Croupiers gespielt. Der Kessel befindet sich dann am Ende des Tisches und es gibt in der Tischmitte nur ein Tableau für die Einsätze.

Vom Einsatz bis zum „Nichts geht mehr“

Das grundlegende Ziel des Roulettes besteht darin, die Zahlen zu erraten, auf welche die Kugel im Spiel (Coup) fallen wird. Zu Spielbeginn bittet der Croupier um die Einsätze der Spieler und fordert diese mit „Faites vos Jeux!“ oder „Make your bets!“ (Machen Sie Ihr Spiel) zum Spielen auf. Gespielt wird mit Jetons, welche die Spieler auf dem Tableau platzieren. Der Croupier wirft die Kugel gegen die Drehrichtung der Scheibe in den Kessel. Die Spieler können so lange setzen, bis der Croupier mit „Rien ne vas plus“ oder „No more bets“ (Nichts geht mehr), die Einsatzphase beendet. Wenn die Kugel in einem der Fächer des Rades im Kessel liegen geblieben ist, sagt der Croupier die Zahl, die Farbe sowie die gewinnenden einfachen Chancen an. Mit seinem Rechen (Rateau) zeigt er die Gewinnzahl zudem auf dem Tableau an und zieht die verlorenen Einsätze (so genannte Masse) ein. Zusätzlich teilt er mit seinem Rechen den Gewinn in Jetons aus. Für jeden Roulettetisch gibt es ein so genanntes Tischminimum (Mindesteinsatz pro Spiel) sowie ein Tischlimit (Einsatzgrenze pro Spiel). Bis zur Höhe des Tischlimits dürfen die Spieler beliebig viele Einsätze platzieren.

Innere und äußere Einsätze bestimmen die Gewinne

Grundsätzlich wird beim Roulette zwischen inneren und den äußeren Einsätzen unterschieden.

Innere Einsätze werden auf den Zahlenfelder des inneren Tisches getätigt. Hier kann der Spieler mit einem Jeton auf einzelne Zahlen oder auf mehrere Zahlen gleichzeitig setzen. Beim Setzen auf eine einzige Zahl besteht nur eine äußerst geringe Gewinnchance, das Setzen auf bis zu fünf Zahlenfelder gleichzeitig erhöht hier die Chancen eines Gewinns. Generell ist das Risiko bei Einsätzen auf dem inneren Tableau sehr viel höher als bei einem Einsatz auf dem äußeren Tisch.

Bei den äußeren Einsätzen auf dem Außentisch sind die Zahlen zu Gruppen zusammengefasst, was das Einsatzrisiko deutlich senkt. Bei den einfachen Chancen (gerade/ungerade, rot/schwarz sowie manque (1-18) und passe (19-36) liegt der Gewinn bei eins zu eins. Die Douzaines (1-12, 13-24, 25-36) sowie die Kolonnen 34,35 und 36 liefern einen zwei zu eins Gewinn bei einem im Vergleich zum Innentisch ebenfalls noch recht geringen Risiko.

Roulette – die Varianten

Neben dem klassischen französischen Roulette gibt es noch verschiedene Varianten des traditionsreichen Glücksspiels. Das amerikanische Roulette ist dabei die am häufigsten gespielte Version. Bei dieser Art des Roulettes sind die Zahlen auf dem Tableau rot oder schwarz, und auch die Zahlen im Kessel sind anders angeordnet als beim französischen Roulette. Es gibt zudem zwei Mal statt nur ein Mal die Zahl Null (Zéro). Fällt die Kugel auf diese beiden Nullen, verliert der Spieler sofort seinen kompletten Einsatz. Bei der französischen Version geht dagegen nur die Hälfte des Einsatzes verloren. Eine andere Variante ist zum Beispiel das Racetrack Roulette mit einer Rennbahn-Zahlenanordnung entsprechend der Zahlenreihenfolge im Kessel, die zusätzlich zum Tableau des französischen Systems gespielt wird. In den online Casinos gibt es zudem immer öfter mini Roulettes, bei denen nur mit zwölf oder weniger Zahlen gespielt wird.