Vorstellung der Bernoulli-Strategie beim Roulette

Lässt sich der Zufall steuern, das Glück mit Hilfe mathematisch-statistischer Methoden manipulieren? Die Frage ist wohl so alt, wie die genannten Formalwissenschaften selbst. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Roulette-Strategien, die zumindest behaupten, darauf mit „ja“ antworten zu können. Eine dieser Strategien wurde im 17. Jahrhundert von den beiden Schweizer Mathematikern Daniel Bernoulli und Leonhard Euler entwickelt. Inspiriert wurden die beiden Forscher von einem Kartenspiel, das sich zu ihrer Zeit großer Beliebtheit erfreute. Beim Pharao hatte ein Spieler, dessen Karte gewann, die Möglichkeit Paroli zu bieten. Er konnte Einsatz und Gewinn stehen lassen und im Erfolgsfall verdoppeln. Ähnlich operiert auch die Bernoulli-Methode beim Roulette.

Wie funktioniert die Bernoulli-Strategie?

Wer nach der Bernoulli-Methode spielt setzt auf einfache Chancen, also auf rot oder schwarz, gerade oder ungerade oder die Zahlenkolonnen 1 bis 18 bzw. 19 bis 36. Gewinnt der Spieler, lässt er den Einsatz plus Gewinn stehen. Dieser Vorgang wird ein- bis zweimal wiederholt. Anschließend steigt der Spieler aus und beginnt eine neue Serie.

Beispiel:

Ein Spieler setzt 5 Euro auf die Farbe rot und gewinnt. Dann bleiben Grundeinsatz und Gewinn, also insgesamt 10 Euro, stehen. Fällt erneut die Farbe rot gewinnt der Spieler 20 Euro und steigt aus. Wagemutige riskieren auch ein sogenanntes Dreifach-Paroli. In diesem Fall beträgt der Maximalgewinn bei einem Grundeinsatz von 5 Euro 40 Euro und bei einem Grundeinsatz von 10 Euro 80 Euro. Die Eintrittwahrscheinlichkeit dafür, dass dreimal in Folge die selbe Farbe fällt, liegt bei rund 11,5 %. Dass es nicht exakt 12,5% sind ist auf die grüne Null zurückzuführen. Der Maximalverlust pro Serie entspricht immer dem Grundeinsatz, in unserem Beispiel also 5 bzw. 10 Euro.

Was sind die Vorteile der Bernoulli-Strategie?

Auch die Bernoulli-Strategie kann nichts daran ändern, dass die Bank aufgrund des Umstandes, dass sie maximal den sechsundreißigfachen Gewinn ausbezahlt, die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Ereignis aber nur eins zu siebenunddreißig beträgt, langfristg immer gewinnt. Sie hat aber gerade für unerfahrene Spieler einige Vorteile. Insbesondere ist sie weit risikoärmer als zum Beispiel die Martingale-Strategie, bei der im Verlustfall der Grundeinsatz verdoppelt wird. Wer nach Bernoulli agiert kann bei einem Einsatz von 5 Euro pro Spiel und einem Kapital von 100 Euro mindestens zwanzig mal setzen. Bei der Martingale-Strategie wäre das Kapital dagegen im schlimmsten Fall bereits nach drei Verlustspielen in Folge soweit aufgezehrt, dass die Strategie nicht mehr durchgehalten werden kann.

Nach Bernoulli zu spielen garantiert also viel Spaß bei wenig Risiko und ist selbstverständlich erlaubt. In vielen Casinos können Sie den Croupier darüber informieren, dann lässt er ihre Gewinne unaufgefordert stehen. Und wenn Sie wie ein echter Profi agieren wollen, dann melden Sie ein „Quinze et le va“, also ein Dreifach-Paroli an.

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